Wenn’s beim Grillen brenzlig wird


Endlich der Frühling ist da! Wer kann, verlegt seine Aktivitäten ins Freie, und so mancher denkt auch schon über die erste Grillparty nach. Mit dem richtigen Versicherungsschutz ist man als Gastgeber dabei auf der sicheren Seite.

Denn jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 4000 Grillunfälle. Teilweise sogar mit lebensbedrohlichen Verletzungen. „Als „Grillmeister“ sollte man unbedingt eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben“, rät Christina Bay von der Dortmunder VOLKSWOHLBUND Sachversicherung AG. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man nach einem Schaden mit kaum zu verkraftenden Geldforderungen konfrontiert wird.

Wird beispielsweise ein Gast durch eine Stichflamme verletzt, hat der Geschädigte – je nach Schwere der Verletzung – einen Anspruch auf Schmerzensgeld sowie die Erstattung seiner Behandlungs- oder Rehabilitationskosten. Kann das Unfallopfer später womöglich seinen Beruf nicht mehr ausüben, muss der Verursacher sogar für den Verdienstausfall aufkommen. Eine Haftpflichtversicherung klärt selbsttätig die Rechtmäßigkeit der Ansprüche und übernimmt im Haftungsfall die Zahlung.

Sowohl die Gäste als auch die eigenen Familienangehörigen sind mit einer Unfallversicherung gut beraten. Besonders Kinder laufen Gefahr, sich am heißen Grill zu verbrennen. Eine Unfallversicherung hilft, die finanziellen Folgen eines Unglücks abzufedern. Ob als Einmalzahlung oder Unfallrente: Das Geld kann eine wichtige Unterstützung für Therapien, den Umbau der Wohnung oder zum Bestreiten des Lebensunterhalts sein.

Weniger dramatisch, aber oft sehr teuer kann ein Brand oder Löschschaden an Gegenständen werden. Eine Hausratversicherung springt ein, wenn beispielsweise eine Grillflamme auf der Terrasse oder auf dem Balkon außer Kontrolle gerät und Gartenmöbel in Brand steckt. „Achten Sie im Vertrag auf die Außenversicherungsklausel“, rät Christina Bay. „Dann zahlt die Versicherung auch, wenn Sie Ihre Grillstation woanders eröffnen, zum Beispiel am Badesee.“

Am besten ist es jedoch, selbst für die größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Dazu gehört: Benzin und Spiritus sind zum Anzünden tabu. Grillanzünder funktionieren langsamer, aber sicherer. Der Grill sollte auf einem geraden Untergrund stehen, nicht unter dem Sonnenschirm und nicht in Reichweite von Kindern. Und noch ein praktischer Tipp von der Expertin: „Bitte den heißen Grill nicht versetzen. Der angeblich bessere Wind an einer anderen Stelle ist schon manchem zum Verhängnis geworden.“